Kosten

Das Honorar des Rechtsanwalts bestimmt sich nach den Regelungen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes („RVG“). Kaum eine Website klärt transparent über die Kosten der anwaltlichen Beratung auf. Das liegt nicht daran, dass die Vergütung des Rechtsanwalts kompliziert oder vertraulich ist. Die Vergütung hängt allerdings von vielen verschiedenen Faktoren ab, sodass nur in seltenen Fällen im Vorfeld verbindliche Angaben gemacht werden können. 

Flat-rate vs. Vergütungsvereinbarung

Das RVG kennt (in zivilrechtlichen Angelegenheiten) im Grundsatz zwei Vergütungsvarianten: Die nach dem Gegenstands- bzw. Streitwert bemessenen Wertgebühren und frei verhandelte Gebühren auf Grundlage einer Vergütungsvereinbarung. Bei ersteren handelt es sich praktisch um flat-rates, durch die die komplette Mandatsbearbeitung abgedeckt werden soll. Gegenstandswert und Umfang des Mandats (außergerichtliche Vertretung, gerichtliche Vertretung, Wahrnehmung von außergerichtlichen oder gerichtlichen Terminen) bestimmen die konkrete Höhe. Manche Gebührentatbestände, z.B. die Geschäftsgebühr (eine Art „Grundgebühr“ für alle außergerichtlichen Tätigkeiten) und die Verfahrensgebühr (in Zivilsachen z.B. für das gerichtliche Verfahren ohne mündliche Verhandlungen) werden durch einen Vergütungsfaktor zwischen 0,5 und 2,5 variiert, der sich an Umfang und Schwierigkeit der Sache orientieren soll. In durchschnittlichen Fällen wird ein Faktor von 1,3 angesetzt. Im Internet existieren diverse Rechner, etwa vom Deutschen Anwaltverein oder von der Allianz, mit denen die Wertgebühr anhand eines Streitwertes berechnet werden kann. Wenn über die Vergütung nicht gesondert gesprochen wird, fällt in Fällen der Vertretung immer die gesetzliche Wertgebühr an. Hierauf muss der Anwalt auch nicht gesondert hin

In der Realität lassen sich nur wenige Mandate kosteneffizient anhand der Wertgebühren bearbeiten. Regelmäßig wird daher auf Grundlage von Vergütungsvereinbarungen abgerechnet. In reinen Beratungsmandaten (also ohne Vertretung des Mandanten gegenüber Dritten) soll der Rechtsanwalt nach § 34 RVG sogar auf den Abschluss einer solchen Vereinbarung hinwirken.*

"Flatrate" oder Stunden-/Tagessatz

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Fazit: Risiko als Vergütungsmaßstab

* Streng genommen unterscheidet das Gesetz zwischen Vergütungsvereinbarungen und Gebührenvereinbarungen. Vergütungsvereinbarung nennt sich eine Vereinbarung, durch die das Honorar in allen Angelegenheiten bestimmt wird, die das Gesetz unter einen Tatbestand für Wertgebühren zusammenfasst, d.h. bei denen der Mandant gegenüber Dritten vertreten wird oder wenn ein Vertrag ausgearbeitet wird. Geht es um die Beratung oder ein abstraktes Rechtsgutachten, spricht der Gesetzgeber hingegen von einer Gebührenvereinbarung. Für die Mandanten ist der Unterschied in der Sache gering. Für Rechtsanwälte ist der Unterschied beachtlich, da für beide Arten von Vereinbarungen unterschiedliche Formvorschriften gelten. 

Copyright 2020 © Rechtsanwalt Patric Urbaneck
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